Landesverein Badische Heimat e.V.

Dossier Bodensee 2016

Aktive Ferien am Schweizer Bodensee

Ob zu Fuss, mit dem Velo oder dem Kanu: Der Kanton Thurgau bietet für jeden Sport das richtige Terrain. Wer mit Kindern unterwegs ist, findet abwechslungsreiche Strecken am Seeufer und in sanften Hügeln, wer trainieren möchte, wählt einen Trail mit knackigem Profil. Alle Routen sind en detail abrufbar, so dass schon die Planung zum Erlebnis wird. Mit der sicheren Beschilderung, praktischen Tourenblättern oder dem GPS-Tracker auf dem Handy können sich die Gäste vor Ort ganz auf die Aussichten konzentrieren: Vom Seerücken aus öffnen sich fantastische Blicke übers Wasser, die Berg-gipfel der Alpen sind zum Greifen nah.

Das Abenteuer unter den Sohlen
Beim Baden, Wandern oder Velofahren spüren Feriengäste Natur hautnah. Der südliche Bodensee dehnt sich mit grosszügigem Grün: Streuobstwiesen lassen im Frühling die Blütenblätter tanzen, im Herbst fallen die Früchte schwer ins Gras. Wer weiter hinauf in die Hügel fährt, erlebt neue Perspektiven und ganz besondere Abenteuer. Sensationen unter den Sohlen fühlen die Gäste auf dem Barfuss- und Panoramaweg, der in Wuppenau startet. Rund um den Nollen führt der sieben Kilometer lange Weg, die Zehen graben in weichem Moor oder spüren den Sand. Mutige lassen sich führen, die Augen fest geschlossen. Ambitionierte Wanderer starten wiederum auf dem Jakobus-Pilgerweg in Kreuzlingen, auch «Schwaben-weg» genannt. Zwei Etappen zu 17 und 26 Kilometern leiten vom Seeufer unter dem Symbol der Jakobsmuschel bis hinauf zum Kloster Fischingen. Ein günstiges Angebot lädt zum Schnupper-Pilgern ein, die Bahn halbiert die zweite Etappe bei Bedarf.

Jogger im Umland von Kreuzingen. Foto: tso ag
Jogger im Umland von Kreuzlingen. Foto: tso ag

Apfelrätsel und Fabeln für Familien
Altnau nennt sich selbstbewusst «das Apfeldorf mit Stiel», hat die Ufergemeinde mit 270 Metern doch den längsten Steg hinaus auf den See gebaut. Wie beim Kanton leuchtet der Apfel als frisches Motto, und so startet der Altnauer Apfelweg oben am Bahnhof. Knapp neun Kilometer wandern oder radeln Familien auf der ausgedehn-testen von drei Runden, die Zeit vergeht wie im Flug: Apfelsorten-Rätsel sorgen für Spannung, die Maskottchen Fredi, Lisi oder Emma unterhalten Kinder auf Augenhö-he. Der Thurgauer Fabelweg hingegen startet am Bahnhof von Steckborn und führt bis zum früheren Fischerdorf Ermatingen, drei Stunden sind die Wanderer unter-wegs. Oder auch den ganzen Tag, wenn zwischendurch die Würstchen an einem der beiden Grillplätze gedreht, Rätsel gelöst und Tiergeschichten erzählt werden. Zurück nach Steckborn fährt, wer mag, mit dem Kursschiff statt mit dem Zug.

Apfelernte auf dem Feierlenhof in Altnau. Foto: tso ag
Apfelernte auf dem Feierlenhof in Altnau. Foto: tso ag

Vom Wein bis zum Tannenzapfen
Wissenswertes über den Rebbau erfahren Spaziergänger rund um Weinfelden, fünf Kilometer führen durch die Weinberge oberhalb der Thur. Der Fluss gab dem Kanton seinen Namen, Säntis und die sieben Churfirsten zeigen am Horizont ihre markanten Gipfel. Würzige Bergluft lässt sich auf dem Tannenzapfenweg schnuppern, der mit sportlichen 500 Höhenmetern Anstieg vom Kloster Fischingen bis hinauf auf 992 Meter führt. Ein grandioser Weitblick belohnt die Wanderer, bevor es retour zum Kloster geht. Ganz traditionell lädt es zur Einkehr ein, zur Andacht oder auch zum Übernachten: schlicht in der Pilgerherberge oder luxuriös in einer der früheren Klosterzellen, frisch renoviert und ausgebaut.

Über kurz oder lang
Was für die Wanderstrecken gilt, erfreut auch die Velofahrer: Routen jeder Länge und jeden Profils. Der Bodensee-Radweg, ein Klassiker, zeigt gerade im Thurgau überraschende Ausblicke und freie Bahn entlang des Sees. Alternativen bieten die Familienrouten Bodensee-Rhein, die Mostindien- oder die Genuss-Velotour, Pauschalen mit preisgünstigen Übernachtungen erfreuen Familien und Freunde. Ob zwei, drei oder vier Tage lang, detaillierte Routenblätter mit allen Erlebnisse am Rande machen die Reise zum entspannten Vergnügen. Genussradler haben auf den breiten Asphaltwege genug Platz zum Dahingleiten. Letztere machen auch Skatern Spass, die im Thurgau häufig gesichtet werden. Helm und Knieschützer können nicht schaden, da auf den flachen Strecken am See Speed ins Spiel kommt. Zumal, wenn ambitionierte Skater die Stöcke dazu nehmen: perfektes Sommertraining für Skilangläufer.

Salenstein, im Hintergrund die Insel Reichenau im Bodensee, in der Nähe das Napoleonschloss Arenenberg. Foto: tso ag
Salenstein, im Hintergrund die Insel Reichenau im Bodensee, in der Nähe das Napoleonschloss Arenenberg. Foto: tso ag

Natur pur und spannende Begegnungen
Nicht nur die Gäste, auch die Einheimischen lieben ihren Kanton und sind häufig in der Natur unterwegs. Sie überzeugen auch durch herzliche Gastfreundlichkeit: Ge-rade an den Velo- und Wanderrouten laden Restaurants und Besenbeizen zur Stär-kung ein, Rat und gute Tipps gibt es gratis dazu. Gratis ist übrigens auch das Trink-wasser, das aus jedem Dorfbrunnen sprudelt. Hier kann sich jeder unbesorgt seine Wasserflasche füllen, sollte nichts anderes vermerkt sein. Apropos Wasser: Mit Ka-pitän fahren die Kursschiffe über den See. Wer jedoch selbst steuern möchte, mietet ein Kanu oder Kajak bei einem der zahlreichen Bootsverleiher. Für passionierte Wassersportler liegen Segelboote bereit.

Downhill, uphill oder entspannt retour?
Nach ungewöhnten Touren setzt möglicherweise doch die Müdigkeit ein. Gerade mit der Familie können Planänderungen an der Tagesordnung sein. Im Thurgau kein Problem: Jedes Dorf ist mit dem Postauto gut verbunden, die Regionalbahn Thurbo hält in vielen Orten. Am See verkehren sogar zwei Schifffahrtslinien: Die URh und die SBS. Wer also müde ist, lässt sich gemütlich nach Hause schaukeln. Im Zug und auf dem Schiff dürfen sogar die Fahrräder mitfahren. So kommen alle fröhlich und entspannt zurück zum Hotel, zum Zelt oder der Ferienwohnung.

Bild: Meersburg
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