Landesverein Badische Heimat e.V.

300 Jahre Stadt Karlsruhe

Badische Heimat

Karlsruhe – aufgefächert
Aspekte und Perspektiven der Kultur in der Stadt

Das Heft der Badischen Heimat zum 300. Geburtstag der Stadt Karlsruhe
Badische Heimat
Heft 1-2/2015

300 Jahre sind für die Geschichte einer Stadt keine lange Zeit. Es ist keine Gelegenheit, das Mittelalter lebendig werden zu lassen oder gar in noch fernere Zeiten zurück zu blicken. Es ist aber immerhin eine Gelegenheit, die Orientierung einer Stadt auf ihre Zukunft herauszustreichen, die ihre Gründung einer innovationsfreudigen Zeit verdankt. Und die dazu schon in ihrem Grundriss ein augenfälliges Alleinstellungsmerkmal aufweist. Karlsruhe war Hauptstadt eines Fürstentums und Landeshauptstadt, ist heute Hauptstadt des Rechts und Sitz einer – wieder innovationsfreudigen – Technologieregion.

Das neue Heft des Landesvereins Badische Heimat e.V. befasst sich auf 320 Seiten mit dem breiten Spektrum an staatlichen und städtischen Kultureinrichtungen, das die Stadt tatsächlich unverwechselbar macht. Dieses Spektrum beginnt mit der kommunalpolitischen Ausrichtung als Weichenstellung für die Zukunft. Das Heft spiegelt ebenso die Stellung der mittlerweile größten Stadt Badens in der engeren und in der weiteren, weil grenzübergreifenden, Region, wie auch die Innovationskraft der Stadt, die an konkreten Beispielen veranschaulicht wird. Und auch das kulturelle „Tafelsilber“ bis hin zu zahleichen künstlerischen und kulturellen Aktivitäten gehört dazu. Dass hierher auch einige Richtung weisende Einrichtungen, wie das Zentrum für Kunst und Medientechnologie, kurz ZKM genannt, gehören, versteht sich für Karlsruhe fast von selbst.

Das Heft beginnt mit einem Zukunftsszenario „Die Stadt Karlsruhe im Jahr 2030“ aus der Feder des Karlsruher OB Frank Mentrup und der Leiterin des Amts für Stadtentwicklung Edith Wiegelmann-Uhlig. Wirtschaftliche Entwicklung und eine hohe Lebensqualität, so die Autoren, bedürfen einer ausgewogenen Planung, für die das Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept als flexibler Orientierungsrahmen und die daraus abgeleiteten Stadtteilentwicklungskonzepte die Grundlagen für eine nachhaltigen Entwicklung bilden.

Anke Karmann-Woessner, seit 2013 Leiterin des Karlsruher Stadtplanungsamts skizziert darauf in Artikel „Die Stadt neu denken. Räumliches Leitbild Karlsruhe“ die Planungsprozesse in der Stadt, die unter Beteiligung von Öffentlichkeit und politischen Gremien gleichermaßen von Statten gehen und beschreibt die Vernetzung aus vielfältigen demographischen, ökologischen, ökonomischen und strukturellen Faktoren.

Ausgewählte Schauplätze und Schauspiele der Planungsregion Mittlerer Oberrhein, der badisch-südpfälzischen Aktionsgemeinschaft TechnologieRegion Karlsruhe, des grenzüberschreitenden PAMINA-Raums und schließlich des Städtenetzes der Trinationalen Metropolregion Oberrhein, auf deren Bühnen die Fächerstadt spielt, beleuchten Volkmar Baumgärtner, als Humanökologe und Referent für Technologierregion , und Gerd Hager, als Verbandsdirektor des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein ausgewiesene Kenner der Materie, unter dem Titel „MatrjoschKA am Oberrhein“.

Dass Karlsruhe in all diesen Planungsprozesses eine Stadt der Bürgerkultur und der Bürgerbeteiligung ist, zeigt Wolfgang Fritz, Erster Vorsitzender der Arge Karlsruher Bürgervereine, in seinem Aufsatz „Das Karlsruhe der City und das Karlsruhe der Bürgervereine und Bürgervereinskultur“ und stellt dar, wie die Bürgervereine mit ihren Anhörungs- und Mitwirkungsrechte eine effektiven Scharnierfunktion gewonnen haben.

Die Verbundenheit mit dem „badischen“ Element stellt der Chef des Badischen Gemeindeversicherungs-Verbands, Heinz Ohnmacht, dar, indem er das Begriffspaar „Heimat“ und „Leben“ als Leitlinien für die Arbeit seines Unternehmens, für wirtschaftliches Wachstum und eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung formuliert.

Regionaler Bezug wird auch deutlich in der konkreten Beziehung Karlsruhes zur Nachbarstadt Baden-Baden (Aufsatz von Margret Mergen) und in der Darstellung, welche Rolle das Stadtarchiv in der institutionalisierten Stadtgeschichtsschreibung und in der stadthistorischen Vermittlungsarbeit spielt (Manfred Koch).
Ganz auf die Stadt und auf eines ihrer grundsätzlichsten Charakteristiken fokussiert schreibt Gottfried Leiber über „Die Pyramide in Karlsruhe“, die seit 1825 das Stadtbild und den Wiedererkennungswert der Stadt prägt.

Dass die alte Hauptstadt Badens noch wesentlich mehr, sowohl als historischer Substanz als auch an zukunftsorientierter Wirksamkeit, sowohl an kulturellem Elan als auch an politischer Bedeutung hat, wird in den anderen 31 Aufsätzen deutlich, die aus dem Doppelheft der Badischen Heimat ein Nachschlagewerk für die kulturelle Bedeutung und die Zukunftskraft der Fächerstadt machen.

siehe auch: Badische Heimat - Die Zeitschrift

 
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