Landesverein Badische Heimat e.V.

Dossier Bodensee

Der Laube-Brunnen von Peter Lenk

Wie die bekanntere Imperia im Hafen wurde auch der Laube-Brunnen von Peter Lenk geschaffen, 1990, drei Jahre vor der Imperia, und zwischen den Fahrspuren der vielbefahrenen Unteren Laube aufgestellt. Die grotesken Figuren des Brunnens karikieren den Autowahn, die Eitelkeit, die Sexbesessenheit und andere Unsitten der Gesellschaft. Umgangssprachlich wird er auch schlicht als Lenkbrunnen bezeichnet. Da Elemente eines Brunnens mit denen eines Triumphbogens in künstlerisch einzigartiger Weise mit einander verwoben sind, wird er auch Konstanzer Triumphbogen genannt.

Die Reliefbilder im Bogen sind in Lenkscher Manier paarweise spiegelbildlich angeordnet. Auf dem ersten reitet ein Raubritter mit der wappengezierten Constantia davon, auf der anderen Seite demonstriert als neuzeitliches Gegenbild ein Paar auf dem Motorrad für "Freie Fahrt für die Liebe". Ein drittes Relief zeigt den historisch bezeugten Kutschfall von Papst Johannes XXIII., der im Jahr 1414 über den Arlbergpaß zum Konzil von Konstanz kam. Ihm entspüricht auf der gegenüberliegenden Seite der "neuzeitliche" Papst im Papamobil.

Während die Säulen der beiden Tore mit Karikaturen auf den Autowahn der Gesellschaft besetzt sind, sitzen in den Becken Figuren aus dem Panoptikum des von Lenk wahrgenommenen gesellschaftlichen Universums.

 

Bild: Meersburg
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