Karlsruhe

Regionalgruppe Karlsruhe

Marthamaria Drützler-Heilgeist (Vorsitzende):

Rhode-Island-Allee 4 a
76149 Karlsruhe
Tel.: 0721 60285314
E-Mail: marthamariad@yahoo.de

Aktuelle Termine

Die Kontaktdaten des gesamten Vorstands der Regionalgruppe Karlsruhe hier als PDF-Dokument zum Download.

Liebe Mitglieder der Badischen Heimat und der
Landesvereinigung Baden in Europa,
auf den Tag genau jährt sich am 21. Oktober 2021 die Vereinigung der Markgrafschaften Baden-Durlach und Baden-Baden zum 250. Mal.

Dieses für unsere badische Geschichte bedeutsame Ereignis wird durch eine glänzende Vortrags- und Festveranstaltung gewürdigt

Schönes Erbe?!- 250 Jahre Vereinigung der Markgrafschaften Baden

in der Historischen Bibliothek Rastatt und im Ahnensaal des Barockschlosses Rastatt

vom 21. Oktober, 19.00 Uhr – 23. Oktober, 13.00 Uhr

Veranstalter sind die Barockstadt Rastatt, die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, und die „Arbeitsgemeinschaft für die geschichtliche Landeskunde“ unter ihrem Vorsitzenden und Mitwirkenden Prof. Dr. Konrad Krimm, Vorstandsmitglied der Badischen Heimat Regionalgruppe Karlsruhe.

Namhafte Referenten – darunter auch unser Vorstandsmitglied Dr. Detlev Fischer und Prof. Dr. Krimm selbst – beleuchten die Vereinigung der beiden Markgrafschaften aus politischer, juristischer, wirt-
schaftlicher, sozialer, kirchlicher, dynastischer und kultureller Sicht. Die bei dieser Vereinigung gemach-ten Erfahrungen waren mit Sicherheit nach 1803 bei der Vereinigung mit noch viel heterogeneren Landstrichen eine nützliche Erfahrung. Es versteht sich von selbst, dass in Zeiten eines wiederbelebten Separatismus einerseits und der Frage nach Integration verschiedener Herkunftskulturen das Thema nicht nur historischen Reiz besitzt.

Näheres zum Programm, zu den Vorträgen und Vortragenden erfahren Sie aus der Einladung zur Veranstaltung unter folgendem Link

0679_1511_SSG_Flyer_Tagung_Schoenes_Erbe_2021_210825_Master.indd (ag-landeskunde-oberrhein.de)

Es werden keine Tagungsgebühren erhoben. Anmeldeschluss ist am 12.10.2021.
Information und Anmeldung:
Cristina Negele, Telefon +49(0)72 51. 74 27 74  cristina.negele@ssg.bwl.de
Mit freundlichen Grüßen
Marthamaria Drützler-Heilgeist                   Prof. Robert Mürb
Vorsitzende Badische Heimat                      Vorsitzender der Landesvereinigung
Regionalgruppe Karlsruhe                           Baden in Europa

Badenbrief

Sehr geehrte Damen und Herren,                                                                                                                                         Karlsruhe, Juni 2021

Liebe Mitglieder der Landesvereinigung Baden in Europa e.V. und der Badischen Heimat – Regionalgruppe Karlsruhe,

in den vergangenen Wintermonaten hat der Vorstand zusammen mit dem Arbeitskreis Landesentwicklung die Wahlprüfsteine formuliert, die den Parteien vorgelegt wurden. Im Badenbrief 01-2021 wurden sie Ihnen, den Mitgliedern, zusammen mit den Antworten der Parteien übersandt.

In diesen Antworten zeigt sich einmal mehr, dass Detailkenntnisse der Probleme des badischen Landesteils in den Partei- und Fraktionszentralen unterschiedlich und meist nur schwach vorhanden sind.

Offensichtlich bemüht man noch nicht einmal zur Beantwortung die Kenntnisse der badischen Abgeordneten.

Die Frage des Stuttgarter Zentralismus wird trotz unseres Hinweises in den Wahlprüfsteinen nur zum Teil beantwortet und ist wenig konkret. So ist es auch mit vielen anderen Antworten.

Nachdem wir Ihnen die Wahlprüfsteine und die Antworten der Parteien im Originaltext übersandt haben, wollen wir Ihnen auch die Antworten des Vorstandes in voller Länge übersenden, auch wenn der Umfang des Badenbriefes sich dadurch vergrößert (Anlage 1).

Wegen der coronabedingten Einschränkungen konnten leider keine traditionellen Gespräche mit den Fraktionsspitzen geführt werden.

In Coronapandemie-Zeiten haben Sie, liebe Mitglieder, vielleicht genügend Zeit, um sich mit der baden-württembergischen Politik zu beschäftigen. Auf jeden Fall haben Sie die Auswahl unter den verschiedenen Antworten und wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns die Aspekte, die Sie vermissen, mitteilen würden.

Unter dem Kapitel „Arbeitskreis Elsass“ hat Frau Marthamaria Heilgeist ihre Sicht zu den Antworten auf die Wahlprüfsteine wie folgt dargelegt:

Arbeitskreis Elsass

Seit dem letzten Badenbrief 1/2021 hat sich die Lage coronabedingt noch dramatisch verschlechtert. Analoge Treffen des Arbeitskreises waren nicht möglich, geschweige denn grenzüberschreitende Begegnungen. Trotzdem ist der Arbeitskreis Elsass nicht untätig geblieben. Frau Dr. Ute Leidig (Grüne), die bei den Landtagswahlen wiedergewählt wurde, gab uns eine Liste mit wertvollen Kontakten und Links, für die wir ihr herzlich danken. In der Nach-Coronazeit können wir in Absprache mit unserem französischen Partner diese Kontakte durch reale Begegnungen ausbauen. Auch Alexander Salomon (Grüne), der die Badische Heimat in der Vergangenheit bereits mehrfach unterstützt hat, wurde wieder gewählt und versicherte in einem Schreiben, dass wir uns auch in Zukunft gerne an ihn wenden können.

Professor Dr. Gerd Hepp vom Landesverein der Badischen Heimat in Freiburg und zuständig für die Beziehungen zum Elsass leitet der Regionalgruppe Karlsruhe regelmäßig per Mail Nachrichten und Zeitungen zu und wird uns helfen, direkt in den Verteiler aufgenommen zu werden.

Die Antworten der Parteien auf die Wahlprüfsteine zu den Fragen 4 (Initiativen für die Trinationale Metropolregion Oberrhein) und 5 (Ausbau des Schienen- und Radnetzverkehrs) entnehmen können, zeigen eine erfreuliche Übereinstimmung in der Förderung der Beziehungen zum Elsass; allerdings gibt es bei den Parteien große Unterschiede zwischen allgemeinen Absichtserklärungen und konkretem Eingehen auf Details. Was allerdings durchgehend auffällt, am auffälligsten bei der Frage 7 zu den Historischen Lernorten, ist der Mangel an Interesse im kulturell-historischen Bereich.

Natürlich haben wir auch sorgfältig die Antworten der Parteien auf die Wahlprüfsteine der LVBE analysiert, insbesondere zu den Fragen 4 (Welche Initiativen werden Sie ergreifen, um die Trinationale Metropolregion Oberrhein zu stärken) und 5 (Sind Sie bereit, sich für den dringend erforderlichen Ausbau des Öffentlichen Schienenverkehrs und des Radverkehrsnetzes am Rhein einzusetzen?). Auch wenn wir selbstverständlich politisch neutral sind, so bleibt es jedem Mitglied überlassen, dies auch zu tun. Erwartungsgemäß sind sämtliche Parteien für eine Förderung der Oberrheinregion und der Beziehungen zum Elsass, aber, das muss auch einmal deutlich gesagt werden, es ist doch ausgesprochen erfreulich, wie selbstverständlich für alle Parteien diese Einstellung geworden ist. Aber natürlich gibt es Unterschiede und man sieht schon allein an dem Raum, welcher der Beantwortung gegeben wird, was über allgemeine Absichtserklärung hinaus geht und welche Parteien ganz konkrete Projekte in Angriff nehmen, etwa bei der Einrichtung bzw. Wiederbelebung alter Bahnlinien oder der Einrichtung von Radwegen.

Was allerdings durchweg auffällt, ist, dass der kulturell-historische Bereich nicht so sehr im Fokus zu stehen scheint. Das bestätigte sich bei der Durchsicht der Frage 7 (Historische Lernorte und Gedenkstätten), bei der ganz konkreten Frage nach der Finanzierung der Gedenkstätte „Konzentrationslager Kislau“, auch wenn man berücksichtigt, dass die speziellen Umstände den einzelnen Parteien nicht unbedingt präsent sind. Es ist auch eine Tatsache, dass die Bundesgedenkstättenförderung, welche die Ko-Finanzierung trotz der Einstufung „professionell“ abgelehnt hatte, die Hauptschuldige an der Finanzierungslücke ist. Aber man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Bedeutung solcher außerschulischen Lernorte und deren Fehlen im badischen Landeseil nicht so richtig erkannt wird.

Des Weiteren hat unser elsässischer Partner, Pierre Klein, Präsident des Dachverbands „Fedération Alsacienne bilingue“ für Zweisprachigkeit des Elsass und der Bürgerinitiative „Initiative Citoyen Alsacienne“ ein kurzes, gut lesbares und preiswertes Buch geschrieben, dem zu wünschen ist, dass es zum Standardwerk wird. Es ist Deutsch und Französisch geschrieben und soll dazu beitragen, eine elsässische Identität zu schaffen und zu stärken, nicht als Gegensatz zur französischen, sondern als Grundlage für eine oberrheinische, französische und europäische Identität, in der die bürgerliche Zivilgesellschaft den ganzen Reichtum der französischen und deutschen Kultur, die das Elsass gerade als Opfer dauernd wechselnder nationaler Zugehörigkeiten hervorbrachte:

Pierre Klein: Histoire politique de l´Alsace. Reperes historiques. Historische Bezugspunkte. Politische Geschichte des Elsass. I.D. Edition. Images Decouvertes 2020. 80 Seiten, 10 €

Eine ausführliche Buchbesprechung finden Sie auf den Webseiten der Badischen Heimat Regionalgruppe Karlsruhe

PROJEKTE

Ein Kleinod in Gefahr: Schloss Augustenburg in Grötzingen

Karlsruhe ist zu Recht stolz auf seine historischen Bauten. Der älteste Fürstenbau Karlsruhes ist das malerische Renaissance-Schloss Augustenburg, das sich ursprünglich (seit dem 15. Jahrhundert) im Besitz der Markgrafen von Baden befand. Es verdankt seinen Namen der Mutter unseres Stadtgründers, Augusta Maria von Schleswig-Holstein-Gottdorf. Ende des 19. Jahrhunderts gelangte das Schloss in den Besitz der Malerfamilie Otto Fikentscher und erlebte als Mittelpunkt der Grötzinger Malerkolonie eine zweite Renaissance, denn es wurde zu einem beliebten Motiv und Ausflugsziel. 1962 verkaufte die Erbengemeinschaft des Malers das Anwesen an das Land Baden-Württemberg, das sich jedoch an seinem Erhalt wenig interessiert zeigte.

1973 musst, en die Seitenflügel abgebrochen werden, da sie mit den damaligen Mitteln nicht mehr zu retten waren. Sie mussten einem Seniorenstift weiche, wobei es dem Bürgermeister der damals noch selbständigen Gemeinde Grötzingen gelang, eine einigermaßen schonende Ausführung durchzusetzen; der Mittelbau des im Renaissance-Stil erbauten Schlosses blieb erhalten. Doch der Umbau war nicht von Dauer, die Eigentümer wechselten und vor drei Jahren wurden die Anbauten abgebrochenen, um Platz für einen Neubau zu schaffen. Mehr als dieser Abriss hat sich aber bislang nicht getan, denn es zeichneten sich Schwierigkeiten mit der Stützmauer zum Augustenberg ab. Der Mittelteil des Schlosses steht seither mit aufgebrochenen Flächen als Torso da, Teile des Dachs haben keine Regenrinne und Spritzwasser dringt in das unbeheizte Gebäude. Das Gelände ist nur unzulänglich durch einen Zaun geschützt, dem Vandalismus sind Tür und Tor geöffnet. Bislang haben weder eine Petition, noch fotographische Dokumentation und Proteste aus der Bevölkerung daran etwas geändert.

Nachdem die Badischen Neuesten Nachrichten das Thema – u.a. durch Veröffentlichung von Leserbriefen – mehrfach aufgegriffen hatten, verfasste die Badische Heimat gemeinsam mit dem Arbeitskreis Karlsruher Stadtbild, der Landesvereinigung Baden in Europa und der Weinbrennergesellschaft ein Schreiben, in dem dieser Zustand angeprangert und Abhilfe gefordert wird. Der Brief, wurde dem Karlsruher Oberbürgermeister Dr. Mentrup sowie an die im Gemeinderat der Stadt Karlsruhe und im Ortschaftsrat Grötzingen vertretenen Fraktionen geschickt.

Die Sichtweisen des Investors und der Anwohner stellen sich jedoch sehr unterschiedlich dar und auch innerhalb des Grötzinger Ortschaftsrats sind die Meinungen darüber geteilt, ob der Eigentümer genügend zur Bestandserhaltung getan hat oder ob die Verfallserscheinungen an dem seit nunmehr drei Jahren unbewohnten und unbeheizten Gebäudeteil hätten verhindert werden können und nun zumindest der Bestand gesichert werden muss.

Der Eigentümer trägt die volle Verantwortung für den Anbau wie für den Denkmalschutz, aber der Ortschaftsrat Grötzingen und die Stadt Karlsruhe müssen ein wachsames Auge auf die Entwicklung werfen und alles rechtlich Mögliche für die Rettung dieses Kleinods der badischen Baugeschichte unternehmen. Die Badische Heimat und die o.g. Vereine werden das weitere Geschehen jedenfalls aufmerksam verfolgen.

Unser neues Mitglied Günther Lorenz hat seine Sicht auf baden-württembergische Politik in einem sehr lesenswerten Brief an die Spitzenpolitiker der im Landtag vertretenden Parteien dargelegt, dessen Inhalt wir voll unterstützen und den wir Ihnen hiermit übersenden (Anlage 2).

Auch diesen Brief haben wir der Verhandlungskommission von Grünen und CDU mitgeteilt.

Im Anhang übersenden wir Ihnen einen Hinweis auf badische Gedenktage, die uns der langjährige Schriftleiter der Zeitschrift „Badische Heimat“, unser Freund Heinrich Hauß, zusammengestellt hat.

Außerdem übersenden wir Ihnen einen von Herrn Hauß verfassten Artikel über das Jubiläum „125 Jahre Badnerlied“, von dem unser Mitglied Ossi Pink 1310 Strophen gesammelt hat. In Kürze wird eine 42. Edition der Strophen erscheinen (Interessierte können sich bei der Geschäftsstelle melden, Preis 17,50 € einschließlich Versand).

Arbeitskreis Landesentwicklung

Neben der Formulierung der Wahlprüfsteine befasste sich der Arbeitskreis eingehend mit der Analyse der Antworten der Parteien. Er diskutierte und formulierte die Antworten, die wir Ihnen in diesem Badenbrief übersenden (Anlage 1). Seit längerem beschäftigt sich der Arbeitskreis mit dem Stuttgarter Zentralismus. In der Vergangenheit hat der Arbeitskreis bereits das positive Beispiel für Veränderungen durch Dezentralisierung staatlicher Einrichtungen, die der heutige Ministerpräsident von Bayern, Herr Söder, bereits in den vergangen Jahren initiiert hat, analysiert. Er hat staatliche Einrichtungen aus München in Mittelstädte in Bayern verlegt und damit mehrere 1000 Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen geschaffen. München wurde damit deutlich entlastet!

Es gilt nun in Baden-Württemberg nachzuweisen, dass, im Gegensatz zu anderen Bundesländern, eine außerordentlich starke Konzentration staatlicher Einrichtungen im Raum Stuttgart vorhanden ist. Dazu wurden die Nachbarländer Hessen und Rheinland-Pfalz untersucht. In Kürze wird der Arbeitskreis darüber berichten. Es ist eine große, aber lohnenswerte Aufgabe, für die wir den engagierten Mitgliedern des Arbeitskreises sehr dankbar sind.

Nun hoffen wir gemeinsam, dass die Einschränkungen, die durch die Coronapandemie für Präsenzveranstaltungen bestehen, bald ein Ende haben und unsere Arbeit intensiv fortgeführt werden kann. Wir wünschen Ihnen gute Gesundheit.

Wir hoffen damit auch nicht nur auf Präsenzveranstaltungen der Arbeitskreise und der Mitglieder, sondern auch Begegnungen mit der Landespolitik.

Wir wünschen Ihnen unbeschwerte Sommermonate.

Mit den besten badischen Grüßen vom gesamten Vorstand

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Anbei finden sie die Antworten der Landesvereinigung Baden in Europa auf die Stellungnahmen der Parteien zu den Wahlprüfsteinen in ganzer Länge.

15.5.1521 Sebastian Brant   1475 Studium der Rechte in Basel, 1489 Doktor beider Rechte, 1492 Dekan der juristischen Fakultät 1500 Übersiedlung nach Straßburg, Dort Stadtsyndikus (Leiter der städtischen Verwaltung) 1503 Stadtschreiber. Vom Kaiser Maximulian erhielt er den Titel eines Kaiserlichen Rates und comes palatinus. Hauptwerk Brants ist „Das Narrenschiff“ (1494 in Basel), eine epochenmachende Zeit- […]

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